Ein Vermächtnis, das weiterlebt
Obwohl die Schwestern selbst keinen Unterricht mehr geben, ist ihr Gedankengut noch immer in allem zu spüren, was wir tun.
Unsere Sprachtrainer und –trainerinnen aus aller Welt setzen dieses Vermächtnis mit der gleichen Begeisterung fort. Sie begleiten unsere Kursteilnehmer nicht nur beim Erlernen einer Sprache, sondern helfen ihnen auch, selbstbewusst und wirkungsvoll in der Sprache und Kultur zu kommunizieren, die für sie wichtig ist.
Die Anfänge
1597
Alix le Clerc und Pierre Fourier stiften die Kongregation der Chorschwestern des Heiligen Augustinus in Lothringen, im Nordosten des heutigen Frankreichs, mit dem Ziel Mädchen auf dem Lande zu unterrichten. In den nächsten 400 Jahren entstanden neue Klosterschulen der Kongregation in anderen Teilen Frankreichs.
1903
Im Zuge der Gesetze von Combes, die die Trennung von Kirche und Staat beschlossen und es den religiösen Orden verboten zu unterrichten, emigrierten die Schwestern in verschiedene Länder Europas. Die Schwestern aus Lunéville ließen sich in Vught nieder. Sie bauten ein Kloster mit Mädcheninternat, das den Namen „Regina Coeli” bekam. Als eine der ersten niederländischen Schulen erhielt das Internat auf Betreiben der Nonnen 1962 ein Sprachlabor, damals noch ein ungeheures Experiment.
Die Entstehung des Sprachinstituts
1963
Die Schwestern nutzten das neue Sprachlabor auch, um Erwachsenen Sprachunterricht zu erteilen, anfänglich hauptsächlich Missionaren und Entwicklungshelfern, sowie ausländischen Studenten, die Niederländisch lernen wollten. Dank des internationalen Charakters der Kongregation gab es genug muttersprachliche Lehrerinnen.
Schon damals wurden die Kursteilnehmer versorgt und umhegt. Die Lernerfolge sprachen sich schnell herum und Botschafter, Politiker, Unternehmer sowie bekannte Persönlichkeiten fanden ihren Weg zu Regina Coeli.
Ein selbstständiges Sprachinstitut
1982
Die Schwestern brachten das Sprachinstitut in einem neuen Gebäude auf ihrem Gelände unter, es behielt den Namen Regina Coeli. Das Gebäude wurde 1991 erweitert und 2001 durch einen Neubau an der gleichen Stelle ersetzt. 2011 wurde ein neuer Flügel angebaut.
Die Fortführung des Werks der Schwestern
2017
Schwester Annette Heere veröffentlichte das Buch ‚Die Geschichte der Nonnen von Vught‘. Für das Zustandekommen des Buches konsultierte sie das umfangreiche Archiv des Ordens, der die Wiege des Sprachinstituts ist. Lesen Sie weiter (auf Niederländisch) >
2019
Am 7. August 2019 verschied Schwester Annette Heere. Sie war die letzte Nonne der niederländischen Kongregation der Kanonissen des Heiligen Augustinus.
Eine bleibende Inspiration
2023
Das Sprachinstitut besteht seit 60 Jahren und die Gemeinde hat seit 120 Jahren ihren Sitz in Vught. Ein besonderer Moment, um dem reichen Vermächtnis der Schwestern zu gedenken. Aus diesem Anlass entstand der Dokumentarfilm „Die Nonnen von Vught“. Dieser Film wurde in verschiedenen Theatern und Kinos in der Region Vught gezeigt und bietet einen einzigartigen Einblick in das Leben und Werk der Schwestern, die Regina Coeli gegründet haben.
Mit dem Tod von Schwester Annette Heere ging eine Ära zu Ende, aber ihre Arbeit und die ihrer Mitschwestern lebt weiter. Jeden Tag bauen wir bei Regina Coeli auf ihrem Erbe auf.
In unserer ruhigen Lernumgebung in Vught, mit intensiver Begleitung und individuellen Schulungen, erlebt jeder Kursteilnehmer und jede Kursteilnehmerin noch immer das einzigartige Engagement, mit dem alles begann.
Sehen Sie sich den Dokumentarfilm an: „Die Nonnen von Vught“
Lernen Sie die besondere Geschichte der Frauen kennen, die 1963 das Sprachinstitut Regina Coeli gegründet haben. Im Dokumentarfilm „Die Nonnen von Vught“ können Sie sehen, wie ihr Engagement, ihre Vision und ihre Methode den Grundstein für das Institut, wie wir es heute kennen, legten.